Aspekte zu Skigroßveranstaltungen – „Chancen für Schladming 2013“


Kamingespräch mit Prof. Peter Schröcksnadel, DI Herfried Peyker und Schladmings Bürgermeister Jürgen Winter
10. Oktober 2011

Auf unterhaltsame, dabei aber nicht minder informative Weise schilderte Prof. Schröcksnadel den Weg von der Bewerbung bis zur Durchführung einer Alpinen Ski WM. Flankiert wurden dessen Berichte durch Ausführungen zur Schaffung nachhaltiger Infrastruktur im Zuge eines solchen Großereignisses und der zukunftsweisenden Bedeutung desselben für die Stadtgemeinde Schladming.

Um als Austragungsort für eine Alpine Ski WM in Betracht zu kommen ist seit kurzem die Zahlung eines Nenngeldes von € 300.000,- an den Internationalen Skiverband (FIS) notwendig. Den Ausführungen Prof. Schröcksnadel folgend ist die Aufbringung dieses Betrages die kleinste Hürde im Rahmen des Bewerbungsprozesses. Die entsprechenden Gespräche mit den Entscheidungsträgern der FIS stehen danach auf der Agenda und sind mit viel taktischem und diplomatischem Geschick zu führen. Erlaubte Mittel sind hierbei Enthusiasmus, persönliche Betreuung und ein nachhaltiges, besser noch zukunftsweisendes Konzept für den Austragungsort.

Im Jahre 1982 fand bereits eine Alpine Ski WM in Schladming statt. Nun, 30 Jahre später, kehrt der Skizirkus zurück. Die Anforderungen an die Veranstalter sind komplexer, die treibende Kraft, der Österreichische Skiverband, ist allerdings auch erfahrener im Hinblick auf die Durchführung und Finanzierung solche Sportereignisse geworden. Der Österreichische Skiverband meidet nun aus Erfahrung allzu große finanzielle Risken und begegnet undifferenzierter Kostenkritik mit punktgenauer Öffentlichkeitsarbeit. In diesem Zusammenhang wird freundlich aber bestimmt auf die klare Trennung zwischen den tatsächlichen Kosten der Ski Veranstaltung und den begleitenden, nachhaltig wirksamen Infrastrukturmaßnahmen sowie auf den Umstand hingewiesen, dass der sportlich höchst erfolgreiche Skiverband nur 4 Prozent seines Budgets aus öffentlichen Mitteln erhält.

Im Konkreten seien zu Schladming 2013 folgende Schlaglichter besonders auszuführen:

  • Nachrüstung Infrastruktur
  • Touristischer Mehrwert
  • Globaler Image- und Werbewert (auch durch Einsatz neuer Medien)
  • Peyer illustrierte die Bauprojekte im Rahmen der WM 2013 und konnte berichten, dass sie überall in der Zeit und in den Kosten liegen.
  • Winter stellte noch seine Präsentation „WM als Trägerrechte- Zukunft 2030“ für die führenden österreichischen touristischen Ganzjahresdestinationen vor.

Eine sehr interessante Fragerunde bildete dann den Abschluss eines überaus unterhaltenden Kamingesprächs ab.